Tragisch
Heinz Flohe – Der Dirigent:Heinz „Flocke" Flohe ist Mitglied des deutschen Weltmeister-Kaders des Jahres 1974. Flohe verstirbt unter tragischen Umständen im Jahr 2013 - als erster aus dem damaligen WM-Kader. Flohe absolviert zwischen 1966 und 1979 343 Bundesligaspiele für den 1. FC Köln und für 1860 München. Mit den „Geißböcken" gewinnt er 1978 die deutsche Fußballmeisterschaft sowie 1968, 1977 und 1978 den DFB-Pokal. Zwischen 1970 und 1978 bestreitet er 39 Länderspiele für die A-Nationalmannschaft, in denen er acht Tore erzielt. Er nimmt an den Weltmeisterschaften 1974 und 1978 teil. Bei seinen sieben WM-Einsätzen gelingen ihm zwei Tore. 1976 wird er Vize-Europameister. Am 1. Dezember 1979 erleidet Flohe durch ein Foul von Paul Steiner, damals beim MSV Duisburg, einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch. Das Foul bedeutet das Ende seiner Karriere als Fußballprofi. Flohe erleidet Nervenschäden, an denen er sein ganzes Leben leiden wird. Er verklagt Steiner und scheitert mit seinen Schadenersatzforderungen, da Steiner keine Absicht nachgewiesen werden kann. Flohe wird 1992 erstmals am Herzen operiert und muss sich am 7. Januar 2004 wegen anhaltender Herzrhythmusstörungen erneut einer Operation unterziehen. Dabei wird ihm eine Herzklappe eingesetzt. Am 11. Mai 2010 bricht er nach einem Schwächeanfall zusammen. Er wird in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er nicht mehr erwacht. Flohe verbleibt bis zu seinem Tod am 15. Juni 2013 im Wachkoma.
Gerhard Welz – Der verhinderte Weltmeister:Gerhard Welz ist auf dem besten Weg Ersatzmann von Sepp Maier bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 zu werden. 1971 hat er Manfred Manglitz als Torwart Nummer 1 im Kasten der Kölner abgelöst, er bringt hervorragende Leistungen, da stoppt ihn eine schwere Verletzung. Am 2. März 1974 stößt er am 24 Spieltag der Bundesliga mit Peter Hidien vom Hamburger SV zusammen. Köln verliert das Heimspiel mit 1:2, Welz wird kurz bewusstlos. Kurze Zeit später erfolgt im Training ein weiterer Unfall. Welz knallt mit dem Kopf gegen den Torpfosten. Bei genauerer Untersuchung wird ein Blutgerinnsel festgestellt, eine Notoperation rettet ihm wohl das Leben. Aber die Karriere von Welz ist nachhaltig beschädigt. Bei der WM 1974 sind Wolfgang Kleff (Mönchengladbach) und Norbert Nigbur (Schalke) die Torhüter Nummer 3 und 2. Im Verein ist Welz hinter Harald Schumacher und Slobodan Topalović nur noch dritter Torhüter. Welz spielt noch bis 1987 Fußball. Doch weder bei Preussen Münster noch bei Tennis Borussia, dem VfB Stuttgart oder dem SV Sandhausen gelingen größere Erfolge.
