Akte 1. FC Köln
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Fun Facts — 1. FC Köln

Der FC als ,,Double“-Sieger von 1978 und ,,Karnevalsverein“ – dazu muss man kein Fußball-Insider sein und man muss auch nicht aus Köln kommen.

Fun Facts

Doublesieger 1978 und Karnevalsklub: der FC zwischen Klischee und Fakt

Der FC trägt zwei Etiketten weit über Köln hinaus: Meister und Pokalsieger 1978 — und Karnevalsverein. Beides stimmt nur halb.

Der FC als „Double"-Sieger von 1978 und „Karnevalsverein" – dazu muss man kein Fußball-Insider sein und man muss auch nicht aus Köln kommen. Doch es gibt genügend Fakten zum rheinischen Kultklub aus der Reihe „echt jetzt?"

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Geißbock Hennes — ein Zirkusgeschenk wird Wappentier

Carola Williams überreicht 1950 zur Karnevalssitzung einen Ziegenbock. Aus dem Gag wird das einzige lebende FC-Wappentier.

Maskottchen ,,Hennes“: Der Geißbock ,,Hennes“ ist neben dem Frankfurter Adler ,,Attila“ das per Dezember 2019 einzig lebende Maskottchen der Bundesliga. Ein Geschenk der Zirkuschefin Carola Williams zur Karnevalsfeier des Vereins im Jahr 1950 wird zum Maskottchen und späteren Wappentier des 1. FC Köln. Der Ziegenbock wird auf den Namen Hennes getauft, in Anlehnung an den damaligen Trainer Hennes Weisweiler.

Es müllert sechsmal: FC-Torjäger Dieter Müller ist am 17 August 1977 im Spiel gegen Werder Bremen (7:2) der erste und bis heute (Stand Dezember 2019) einzige Spieler, dem in der Bundesliga sechs Treffer in einer Partie gelingen. Am Ende der Saison wird er wie schon im Vorjahr Torschützenkönig, muss sich den Titel aber mit seinem großen Namensvetter Gerd von den Bayern teilen. Vor ihm holt nur ein Kölner die Torjägerkanone, Johannes Löhr (1968), nach ihm nur Klaus Allofs (1985).

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Erste Platzsperre der Bundesliga: 1964 muss Köln nach Wuppertal

Eine Fahnenstange am Schiedsrichterkopf zwingt den Meister 1964 zum Heimspielausweich nach Wuppertal — und er gewinnt trotzdem.

Erste Platzsperre: Der FC ist nicht nur der erste Meister der Bundesliga, er schafft in der Premierensaison 1963/64 auch unrühmliche Fakten. Nach Ausschreitungen im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, als Schiedsrichter Lutz eine Fahnenstange „an den Kopf bekommt“, muss er am 21. März 1964 gegen Eintracht Braunschweig nach Wuppertal ausweichen, bleibt aber auch im fremden Heim auf Meisterkurs (4:1).

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Wenn der Manager selbst die Schuhe schnürt

Personalnot in Braunschweig: FC-Manager Karl-Heinz Thielen läuft 1973 für 23 Minuten selbst auf. Genützt hat es nichts.

Der Manager spielt selbst: Am 24. Februar 1973 sorgt der jecke Klub mal wieder für ein Novum. Wegen Personalnot muss Karl-Heinz Thielen, der seine Karriere eigentlich schon beendet hat und nun als FC-Manager seine Brötchen verdient, in Braunschweig noch mal für 23 Minuten ran. Kein Allheilmittel, auch er kann die 0:2-Niederlage nicht verhindern.

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Werner Wolfs Wahl 2019 und das Ende der Ära Schumacher

Mit dem neuen Präsidenten Werner Wolf endet im September 2019 die siebenjährige Vize-Amtszeit von Toni Schumacher.

Emotional ist die Wahl von Werner Wolf im September 2019: Der neue FC-Präsident will nicht mehr mit Klublegende Harald ,,Toni“ Schumacher zusammenarbeiten, man trennt sich. Der legendäre Keeper ist zuvor seit 2012 als Vize-Präsident verantwortlich für den sportlichen Bereich. In die Amtszeit des ,,Tünn“ fallen die Bundesliga-Abstiege 2012 und 2018, aber auch die Rückkehr in den Europapokal 2017 – nach 25 Jahren Abstinenz.

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Wie Artzinger-Bolten 1986 Christoph Daum nach Köln holte

Ein unbekannter Co-Trainer wird Cheftrainer: Dietmar Artzinger-Boltens Personalie Daum prägt die letzten großen FC-Jahre.

Unter der Regie von Dietmar Artzinger-Bolten holt der FC 1986 den bis dahin völlig unbekannten Trainer Christoph Daum in die Bundesliga, er schenkt dem Assistenten von Georg Keßler sein Vertrauen. In die Amtszeit von Artzinger-Bolten fallen mit den Vize-Meisterschaften von 1989 und 1990 sowie dem DFB-Pokalfinale 1991 die bisher letzten großen Jahre des Vereins.

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Albert Caspers — der Präsident des ersten Abstiegs

35 Jahre Erstliga-Zugehörigkeit enden 1998 unter Albert Caspers. Danach folgen sechs Abstiege in 21 Jahren.

Albert Caspers geht 1998 als der FC-Boss in die Klub-Historie ein, der den ersten Abstieg verantworten muss. Nachdem der FC zunächst 35 Jahre ununterbrochen der Bundesliga angehört, schafft er in den darauffolgenden 21 Jahren sechs Abstiege und sechs Aufstiege.

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Roger van Gool: der erste Millionentransfer der Bundesliga

1976 zahlt der FC eine Million Mark an Brügge — Bundesliga-Premiere. Der Belgier liefert 28 Tore in 96 Spielen.

Der erste Millionen-Transfer: Mit dem Belgier Roger van Gool vom FC Brügge tätigt der FC 1976 den ersten Wechsel in die Bundesliga, der eine Million Mark kostet. Der Rechtsaußen zahlt mit 28 Toren in 96 BL-Spielen zurück und hat seinen Anteil an den großen Erfolgen zwischen 1976 und 1979. 1980 wechselt van Gool zu Coventry City.

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Meister mit zwei Klubs: Toni Schumacher 1978 mit Köln und 1996 mit Dortmund

Schumacher gewinnt 1978 mit Köln den Titel und 1996 mit 42 Jahren noch einmal mit Dortmund — fünf Minuten reichen.

Meister mit zwei Klubs: Das Kunststück, als Torhüter mit zwei verschiedenen Klubs Deutscher Meister zu werden und dabei eingesetzt zu werden, gelingt neben Andreas Reinke (1. FC Kaiserslautern 1998, Werder Bremen 2004) nur FC-Legende Toni Schumacher. Der Keeper wird 1978 mit dem 1. FC Köln Meister – und 1996 im Methusalix-Alter von 42 Jahren mit Borussia Dortmund! Da ist Schumacher eigentlich schon Torwarttrainer, hat aber noch eine Spielberechtigung und wird im letzten Saisonspiel als Geste von Trainer Ottmar Hitzfeld für fünf Minuten eingewechselt.

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BAP, Höhner und der FC: Vereinshymne im Dialekt

„Mer stonn zu dir, FC Kölle“ ist die einzige Bundesliga-Hymne im Dialekt. Auch BAP widmet dem Klub 2000 einen Song.

Kult op Kölsch: Der FC inspiriert auch die Musikerszene in der Domstadt. ,,FC, jeff Jas“ ist 2000 eine Liebes-Erklärung der Kölsch-Rocker von BAP an den Verein – und auch die Vereinshymne ,,Mer stonn zu dir, FC kölle“ von der Band De Höhner ist im Kölschen Dialekt getextet. Die Hymne im Dialekt – das gibt es in der Bundesliga sonst nirgends!

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Toni Polster — Rekordtorschütze und Mallorca-Sänger

83 Tore in 159 Pflichtspielen machen den Österreicher zum erfolgreichsten Ausländer der FC-Geschichte. Den Rest besingt er selbst.

Toni lässt es polstern: Der Österreicher Anton (Toni) Polster ist mit 83 Toren in 159 Pflichtspielen der erfolgreichste ausländische Schütze in der Geschichte des 1. FC Köln. Diese Fähigkeiten und möglicherweise auch andere Vorzüge besingt er später im Mallorca-Hit ,,Toni, lass es polstern“ mit den “Fabulösen Thekenschlampen”. Nur, damit wir mal drüber gesprochen haben.

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Toni Schumacher: 422 Bundesligaspiele für Köln

Zwischen 1973 und 1986 läuft Schumacher 422-mal für den FC auf — Vereinsrekord. Insgesamt sind es 464 Bundesligaspiele.

Der Rekordmann: Kein anderer Spieler hat für den 1. FC Köln häufiger in der Bundesliga gespielt als Harald ,,Toni“ Schumacher. Der legendäre Keeper bringt es auf 422 Einsätze zwischen 1973 und 1986. Auf den Stationen Schalke, FC Bayern und Borussia Dortmund schraubt Toni seine Bundesliga-Bilanz auf 464 Partien hoch. Nur drei Torhüter, darunter seine Nationalmannschafts-Rivalen Eike Immel und Uli Stein, machen mehr Spiele in der deutschen Eliteklasse als Schumacher.

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Paul Steiner — Weltmeister 1990 mit nur einem Länderspiel

291 FC-Pflichtspiele, ein Länderspiel, ein WM-Titel: Paul Steiner pendelt 1990 in Italien zwischen Bank und Tribüne.

Der Ein-Spiel-Weltmeister: Paul Steiner hat 291 Bundesliga-Spiele für den 1. FC Köln gemacht, gehört aber mit nur einem Länderspiel zu den (wenigen) deutschen Weltmeistern, die praktisch aus dem Stand den größten Titel der Fußballwelt holen. Er wird im Vorfeld der WM 1990 eingesetzt und darf mit nach Italien, wo er zwischen Bank und Tribüne pendelt.

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Gerd Strack — der One-Club-Player mit dem EM-Ticket

261 FC-Spiele zwischen 1974 und 1985, ein einziges Länderspieltor — und das schickt Deutschland 1984 zur EM.

Strack muss her: Gerhard ,,Gerd“ Strack (64) ist ein One-Club-Player der Bundesliga. Der Libero steht zwischen 1974 und 1985 insgesamt 261-mal für den 1. FC Köln auf dem Rasen. Im EM-Qualifikationsspiel gegen Albanien (2:1) erlöst der Kölner 1983 in Saarbrücken ganz Fußball-Deutschland mit dem Siegtor, das die Fahrkarte nach Frankreich löst. Es ist sein einziger Länderspiel-Treffer.

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833 Minuten ohne Führung: die Negativsaison 2017/18

Erst am 10. Spieltag geht der FC erstmals selbst in Führung — gegen Leverkusen, nach 833 Minuten. Es nützt nichts.

Führungsschwach: Die Saison 2017/18 bringt dem 1. FC Köln viele Negativ-Rekorde ein. Signifikant ist, dass man erst am 10. Spieltag dieser ominösen Kampagne eine eigene Führung zustande bringt – bis zum rheinischen Duell bei Bayer Leverkusen (1:2) dauert es 833 Minuten, ehe die FC-Fans endlich einen Führungstreffer bejubeln dürfen. Nützt nicht viel: Bayer 04 dreht die Partie durch Tore von Leon Bailey und Sven Bender noch um..

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15. Juni 1991: Lautern feiert die Meisterschale in Müngersdorf

35.000 Pfälzer reisen ins Müngersdorfer Stadion. Mit 6:2 holen sie den Titel — die letzte Schalenübergabe in Köln.

Meisterfeier: Als die Pfälzer kommen. Köln, 15. Juni 1991. Das Müngersdorfer Stadion erlebt eine Invasion. Schon gegen Mittag ist der Kölner Ring dicht.

35.000 Fans des 1. FC Kaiserslautern haben sich auf den Weg in die Rhein-Metropole gemacht. Sie wollen die erste Bundesliga-Meisterschaft ihres FCK feiern – und sie kommen voll auf ihre Kosten. Mit 6:2 (4:1) triumphieren die Pfälzer in Köln und holen sich den Titel.

Es ist bis Dezember 2019 die letzte Übergabe der Meisterschale der Bundesliga in Köln.

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Sechs Wiederaufstiege — Köln als Fahrstuhlmannschaft

2003, 2005 und 2019 schafft der FC den direkten Wiederaufstieg. Souveränster Jahrgang: 2013/14 mit 68 Punkten.

Die Aufstiegs-Kölner: Sechsmal schafft der 1. FC Köln den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Dreimal, 2003, 2005 und 2019 gelingt das Erstliga-Comeback unmittelbar im Jahr danach. Die souveränste Zweitliga-Saison des FC ist die Spielzeit 2013/14 mit 68 Punkten.

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KOE im Liga-Vergleich

Eigenkapital-Quote
28,2%
Liga-Ø 34,1%
Personalkosten-Quote
42,4%
Liga-Ø 47,9%
Verbindlichkeiten-Quote
41,2%
Liga-Ø 47%
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Hennes IX., Baumgarts Schiebermütze und Hectors Treue

Geißbock Hennes IX. regiert seit 2019 als Maskottchen des 1.

Hennes IX. — der Geißbock auf dem Thron seit 2019

Seit 2019 ist Hennes IX. das amtierende Maskottchen — und mit Frankfurts Adler Attila das einzige lebende Tier-Maskottchen der Liga.

Maskottchen „Hennes": Der Geißbock „Hennes" ist neben dem Frankfurter Adler „Attila" das per Dezember 2019 einzig lebende Maskottchen der Bundesliga. Ein Geschenk der Zirkuschefin Carola Williams zur Karnevalsfeier des Vereins im Jahr 1950 wird zum Maskottchen und späteren Wappentier des 1. FC Köln. Der Ziegenbock wird auf den Namen Hennes getauft, in Anlehnung an den damaligen Trainer Hennes Weisweiler.

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Jonas Hector — One-Club-Man der Gegenwart

Vom Saarländer Amateurklub direkt zum FC: Hector verbringt seine gesamte Profikarriere in Köln.

Jonas Hector ist einer der wenigen „One-Club-Men" der jüngeren Bundesliga-Geschichte — seine gesamte Profikarriere verbringt er beim 1. FC Köln.

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On This Week — Bundesliga 18.–24. Mai

Drei Geschichten aus dieser Woche in der Bundesliga. Eine ist wahr. Findest du sie?

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Häufige Fragen

Welche kuriosen Fakten gibt es über Köln?
1. FC Köln hat zahlreiche kuriose und überraschende Geschichten — von Rekorden bis zu Anekdoten abseits des Platzes.
Welche Rekorde hält Köln?
Im Fun-Facts-Kapitel werden die bemerkenswertesten Rekorde und Kuriositäten rund um 1. FC Köln zusammengetragen.
Was sind die besten Anekdoten über Köln?
Von denkwürdigen Zitaten bis zu skurrilen Begebenheiten — die besten Geschichten stehen im Fun-Facts-Kapitel.
Was behandelt Fun Facts?
Der FC als ,,Double“-Sieger von 1978 und ,,Karnevalsverein“ – dazu muss man kein Fußball-Insider sein und man muss auch nicht aus Köln kommen.
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