Für die Hater
1:8 in Dundee 1962 — das Europapokal-Debakel
Beim allerersten Europapokal-Auftritt 1962/63 kassiert Köln 1:8 beim FC Dundee — die peinlichste Pleite der Vereinsgeschichte.
1:8 gegen Dundee: Im Europapokal ist ein 1:8 beim schottischen Vertreter FC Dundee im allerersten FC-Spiel im Landesmeister-Wettbewerb 1962/63 die peinlichste FC-Pleite. Zur Ehrenrettung: Torwart Fritz Ewert erleidet schon nach zwei Minuten eine Gehirnerschütterung, bleibt zur Pause (0:5) in der Kabine und Verteidiger Toni Regh geht ins Tor. In Unterzahl setzt es weitere drei Gegentreffer.
0:7 in München 1971 — Rekord-Klatsche bei Bayern
Die höchste Bundesliga-Niederlage des FC: 0:7 am 15. Mai 1971 bei Bayern München, eingeleitet durch ein Eigentor von Thielen.
Die höchste Bundesliga-Niederlage: 0:7 geht der 1. FC Köln am 15. Mai 1971 beim FC Bayern München im Stadion an der Grünwalder Straße unter. Ein Eigentor von Karl-Heinz Thielen leitet das Rekord-Debakel ein. Das Spiel zählt zu den Partien, die im Rahmen des Bundesligaskandals in den Fokus der Ermittler geraten, bewiesen werden kann jedoch nichts.
Angeblich hat Köln extra verloren, damit sein Pokalfinalgegner Bayern Meister wird. So wäre man auf alle Fälle international dabei gewesen. Bayern wird aber nicht Meister...
Übrigens: Mit 0:8 verliert der Klub 2003 im DFB-Pokal – und zwar erneut gegen den FC Bayern München.
3:0 verspielt — die Schnee-Schmach gegen Freiburg 2017
Am 10. Dezember 2017 reicht Köln eine 3:0-Führung gegen Freiburg nicht — Petersen dreht das Spiel in der Nachspielzeit.
Die peinlichste Wende gegen den 1. FC Köln: Im Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg reicht den Kölnern am 10. Dezember 2017 bei Schnee und Eis – die Partie steht auf der Schneeschippe – eine 3:0-Führung nicht aus. Nach 1:3 zur Pause drehen die Freiburger die Partie durch zwei Tore von Nils Petersen ab der 90. Minute (!) noch um und lösen heftige Tumulte im RheinEnergie-Stadion aus. Die FC-Ultras gehen auf die Barrikaden.
1033 Minuten ohne Tor — der Nullinger-Rekord 2001/02
In der Saison 2001/02 bleibt Köln zehn Spiele und 1033 Minuten ohne Treffer — länger als jedes andere Bundesliga-Team.
Der Nullingerrekord: Das hat nicht mal die größte Bundesligalachnummer Tasmania Berlin hinbekommen. In der Spielzeit 2001/02 bleibt der FC zehn Spiele (!) und 1033 Minuten ohne Tor, ehe Verteidiger Thomas Cichon im Heimspiel gegen Hertha BSC am 3. März 2002 die weiterhin längste Durststrecke eines Bundesligisten (Stand Dezember 2019) beendet. Überflüssig zu erwähnen, dass am Saisonende der Abstieg steht.
UEFA-Cup-Finale 1986 — die Mega-Enttäuschung gegen Real
Das einzige Europapokal-Finale des FC endet 1986 mit einer 1:5-Hinspielpleite bei Real Madrid und einer Geisterkulisse in Berlin.
Untergang im UEFA-Cup-Finale: Achtmal steht der 1. FC Köln in einem europäischen Halbfinale, aber nur 1986 springt eine Finalteilnahme heraus. Diese wird zur Mega-Enttäuschung. In den UEFA-Cup-Finals müssen die Rheinländer im Hinspiel eine 1:5-Niederlage bei Real Madrid hinnehmen.
Das ist im Rückspiel nicht mehr zu korrigieren. Nach Zuschauer-Ausschreitungen im Halbfinale im belgischen Waregem muss Köln das Rückspiel im Berliner Olympiastadion austragen. Die Stimmung bleibt unterm Hintern: Nur 16.185 Zuschauer verlieren sich im weiten Rund.
Köln gewinnt zwar mit 2:0, doch das ist insgesamt zu wenig. ,,Das hat sich nicht wie ein Finale angefühlt“, sagt FC-Stürmer Klaus Allofs anschließend dem Boulevardblatt „Express“.
Schwarzer Rauch zum Abstieg 2012
Beim 1:4 gegen Bayern am letzten Spieltag 2011/12 hüllen Ultras das Stadion in schwarze Rauchschwaden — der FC steigt ab.
Schwarzer Rauch für den Absteiger: Selten hat sich ein Klub so würdelos aus der Bundesliga verabschiedet wie der 1. FC Köln am Ende der Saison 2011/12. Beim 1:4 im letzten Spiel gegen den FC Bayern muss Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) einige Sekunden früher abpfeifen – FC-Ultras haben das RheinEnergie-Stadion mit Rauchbomben in schwarze Wolken gehüllt. Schon zehn Minuten zuvor ist die Polizei vor der Kölner Südkurve aufmarschiert und verhindert Schlimmeres. Weil Hertha BSC gegen 1899 Hoffenheim gewinnt, rutschen die Kölner auf den direkten Abstiegsplatz. ,,Das ist ein schwarzer Tag für den 1. FC Köln.
Das ist ein unglaublich unnötiger Abstieg“, sagt Kölns Interimstrainer Frank Schaefer.
1:5 gegen Gladbach 1984 — die größte Derby-Pleite
Am 14. November 1984 zerlegen die Fohlen den FC in Müngersdorf — zur Pause steht es 0:4, zwei Elfmeter scheitern an Sude.
1:5 gegen Borussia Mönchengladbach: Die größte Derby-Pleite gegen Gladbach erlebt der 1. FC Köln am 14. November 1984. In einem Mittwochspiel lassen Hans-Georg ,,Schorsch“ Dreßen, Frank Mill, zweimal Uwe Rahn und Hans-Günter Bruns die ,,Fohlen“ mit ihren Toren beim 5:1 in Müngersdorf jubeln. An diesem Tag will für den FC nichts klappen. Stephan Engels und Klaus Allofs scheitern mit ihren Elfmetern binnen acht Minuten an Gladbachs Torhüter-Legende Uli Sude.
Schon zur zur Pause steht es 0:4.
Bilanz gegen Gladbach: 24 Siege, 49 Niederlagen
Nach 89 Bundesliga-Derbys steht Köln gegen Mönchengladbach mit 24:49 Siegen und 115:175 Toren deutlich im Minus.
Bundesligabilanz gegen Mönchengladbach: Derbys zu verlieren, ist nie gut. Konstant Derbys gegen den „Erzfeind“ zu verlieren, ist eine Katastrophe. Per Ende Dezember 2019 hat es in der Bundesliga 89 Spiele zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach gegeben. Die Bilanz: Siege für Gladbach - 49, Siege für Köln - 24, Unentschieden - 16, 115:175 Tore aus Kölner Sicht.
Saison 2017/18 — von Europa in die zweite Liga
Der „Karnevalsverein“ stürzt 2017/18 von der Europa League direkt in die 2. Liga und sammelt dabei mehrere Negativrekorde.
Die aus Sicht der Geißbock-Hater erfreulichste Saison liefert der Karnevalsverein 2017/18 ab. Von der Europa League geht es in die “2. League“ – mit einigen FC-Rekorden, auf die man am Geißbockheim nicht wirklich stolz sein dürfte.
Tabellenletzter mit 22 Punkten — 2017/18
Als Schlusslicht steigt Köln 2017/18 mit nur 22 Zählern ab — einer weniger als beim Abstieg 2003/04.
Schlechteste Platzierung in der Abschluss-Tabelle: 2017/18 steigt der 1. FC Köln als 18. und damit als Tabellenletzter in die 2. Liga ab. Das ist auch 2003/04 so, jedoch mit 23 Punkten und damit einem Zähler mehr als 2018.
Nur fünf Siege — Negativrekord 2017/18
In der Abstiegssaison 2017/18 gelingen dem FC ganze fünf Bundesliga-Siege — der schlechteste Wert der Vereinsgeschichte.
Wenigste Siege: 2017/18 gelingen dem 1. FC Köln nur fünf Siege in der Bundesliga. Das ist Vereins-Negativrekord.
Wenigste Punkte: Nur 22 Punkte bedeuten den Abstieg,
Der Abstieg 2017/18 steht schon am drittletzten Spieltag fest — Köln ist schlechtestes Heim- und Auswärtsteam der Liga.
Nur 22 Punkte bedeuten den Abstieg, der schon am drittletzten Spieltag nach einem 2:3 in Freiburg feststeht. Mit 14 bzw. acht Zählern ist man sowohl das schlechteste Heim- als auch das schlechteste Auswärtsteam der Liga. In der Hinrunde holt man nur sechs Punkte, nur Tasmania Berlin ist 1965/66 noch schlechter (vier Punkte).
Vier 1:6 und ein 0:5 — höchste Heimpleiten
Viermal verliert Köln zu Hause mit fünf Toren Unterschied — gegen Stuttgart, zweimal Dortmund und Karlsruhe.
Höchste Heimniederlagen: Vier-mal verliert der 1. FC Köln zu Hause mit fünf Toren Unterschied. Am 32. Spieltag der Saison 1990/91 gegen den VfB Stuttgart (1:6), am 2. Spieltag der Saison 1994/95 gegen Borussia Dortmund (1:6), am 27. Spieltag der Saison 2011/12 gegen Borussia Dortmund (1:6) und am 30. Spieltag der Saison 1989/90 gegen den Karlsruher SC (0:5).
Sieben Niederlagen in Serie — der Tiefpunkt 2001/02
Vom 7. bis 13. Spieltag 2001/02 verliert Köln sieben Bundesliga-Spiele in Folge — ebenso 2002/03 und 2003/04.
Die längste Niederlagenserie: Sieben Mal in Folge verlieren die Kölner vom 7. bis zum 13. Spieltag in der Saison 2001/02. Genauso häufig verlieren sie vom 31. bis zum 34. Spieltag der Saison 2002/03 (2. Bundesliga) und vom 1. bis zum 3. Spieltag der Saison 2003/04 (Bundesliga).
23 Niederlagen — Negativrekord 2003/04
In der Saison 2003/04 kassiert der „Effzeh“ 23 Bundesliga-Niederlagen — Vereins-Höchstwert.
Die meisten Niederlagen in einer Saison: 23 Niederlagen kassiert der „Effzeh“ in der Bundesliga-Saison 2003/04.
18 Spiele ohne Sieg — die längste Durststrecke
Zweimal blieb der FC 18 Bundesliga-Spiele ohne Sieg: 2005/06 und über die Saisons 1990/91 und 1991/92 hinweg.
Die längste Serie an nicht gewonnenen Spielen: 18 Spiele ohne Sieg bleibt der Verein bereits zwei-mal. In der Saison 2005/06 in der Bundesliga in einer Saison – vom 6. bis zum 23. Spieltag und in den Spielzeiten 1990/91 (vom 30. bis zum 34. Spieltag) sowie 1991/92 (vom 1. bis zum 13. Spieltag).
Fahrstuhl zwischen Conference League und Zweitliga-Abstieg
Der Abstieg 2023/24 — nur ein Jahr nach der Conference League — ist der nächste Tiefschlag in der jüngsten Fahrstuhl-Geschichte des 1.
Abstieg 2024 und Relegations-Drama 2021
Nur ein Jahr nach der Conference League steigt Köln 2023/24 wieder ab — und 2020/21 rettet erst die Relegation gegen Kiel.
Der Abstieg 2023/24 — nur ein Jahr nach der Conference League — ist der nächste Tiefschlag in der jüngsten Fahrstuhl-Geschichte des 1. FC Köln. Und in der Saison 2020/21 wird es noch knapper: Köln rettet sich erst in der Relegation gegen Holstein Kiel — in einem von COVID-Quarantäne-Chaos überschatteten Drama.
KOE — Financial Stability Score
Köln hat den Abstieg und die Transfersperre überlebt — dank Großstadt-Erlösbasis und disziplinierten PK. Der Weg zurück ist bilanziell solider als bei den meisten Absteigern.