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Toni Schumachers Anpfiff sprengt 1987 den deutschen Fußball

Mit Anpfiff, Enthüllungen über den deutschen Fußball, verliert Harald Schumacher 1987 seinen Platz im DFB-Team und beim FC.

,,Toni“ und der Anpfiff: ,,Es ist immer das gleiche“, mit diesem doch recht belanglosen Satz beginnt das vielleicht größte Skandal-Buch der deutschen Fußballgeschichte. 1987 bringt FC-Idol Harald ,,Toni“ Schumacher mit “Anpfiff – Enthüllungen über den deutschen Fußball” (Verlag: Heyne) zwischen zwei Buchdeckel – und sich um seinen Job. Vergessen Sie Uli Steins „Halbzeit“, Jimmy Hartwigs “Ich möcht‘ noch so viel tun” oder Stefan Effenbergs “Ich hab’s allen gezeigt” – die Mutter aller Fußball-Skandalbücher kommt aus der Feder des ,,Tünn“.

Sätze wie ,,Immel pokerte wie ein Süchtiger“ oder Kapitel wie ,,Rummenigge: Allein gegen die Mafia“, ,,Spritzen und Sex“ und ,,Die Presse: Mit Feder und Dachlatte“ begeistern bis heute eine ganze Fußball-Lesergeneration. Beim DFB – man kann es ahnen – ist man über so viel Enthüllungsjournalismus und Transparenz eher „not amused“. DFB-Teamchef Franz ,,Franz“ Beckenbauer suspendiert den Kölner Keeper auf Weisung des Präsidiums, was er später als „größten Fehler” bezeichnet.

Das Länderspiel gegen Spanien (2:2) am 15. Oktober 1986 ist der letzte Auftritt des zweimaligen Vize-Weltmeisters im DFB-Trikot. Den schmerzt es mindestens genauso sehr, dass ihn auch sein FC vor die Tür setzt – und das ausgerechnet am Geburtstag.

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