Dämlichkeit im DFB-Pokal – „Mach et Otze“: Es ist der 7. Mai 1991. Stürmer Frank Ordenewitz sieht im Halbfinale des DFB-Pokals Gelb und wäre deshalb im Finale gesperrt. Das will er nicht. Also holt er sich Rot, damit er seine Sperre in der Liga absitzen kann (das geht damals).
Trainer Erich Rutemöller gibt grünes Licht: „Mach et, Otze!“ Der Schuss geht nach hinten los. Rutemöller kann nach Spielende seine „Klappe“ nicht halten und offenbart live im TV, Otze habe mit ihm kurz gesprochen. „Ich meine, man sollte ihm die Chance nicht nehmen, ins Pokalendspiel zu kommen.
Da habe ich gesagt: ‹Mach et!“. Der DFB findet das nicht lustig und ändert seine Statuten: Ordenewitz wird ausdrücklich auch für das Pokalfinale gesperrt, Rutemöller muss 5.000 DM Strafe bezahlen und sich von Sportdirektor Udo Lattek einen „Amateur“ schimpfen lassen. Lange ist Rutemöller nicht mehr Trainer in Köln.
Nachtrag: Ein Hobby-Team, ein Kegelclub und eine Facebook-Gruppe tragen mittlerweile den Namen „Mach et, Otze“.