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Pierre Littbarski: 13.000 Mark aus Zehlendorf, dann FC-Ikone

Aus Berlin kommt 1978 ein 18-jähriger Rookie und wird zum prägenden Dribbler des FC — mit Umweg über Paris und Japan.

Pierre Littbarski wechselt im Sommer 1978 für 13.000 Deutsche Mark von Hertha Zehlendorf nach Köln. Er bricht seine Ausbildung zum Finanzbeamten ab und konkurriert unter Trainer Hennes Weisweiler mit Roger van Gool um den Platz als Rechtsaußen. Der sieht das Duell wenig locker und formuliert zum Einstieg gegenüber dem damals 18-jährigen Rookie: „Heute machst Du Dein letztes Spiel.“ Das erste Bundesligaspiel für den amtierenden Meister bestreitet Littbarski am 26. August 1978 gegen den 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg.

In der Saison 1979/80 entwickelt er sich zum Stammspieler, kurze Zeit später wird er Nationalspieler. Nach der Weltmeisterschaft 1986 wechselt Littbarski nach Frankreich zu Racing Paris. Neben Littbarski werden weitere Starspieler verpflichtet, darunter Enzo Francescoli und Rabah Madjer.

Für Racing Paris bestreitet Littbarski in seiner ersten Saison 32 Spiele und erzielt vier Tore. In seiner zweiten Saison bestreitet er nur noch zwei Punktspiele, bevor er im August 1987 zum 1. FC Köln zurückkehrt. Heimweh.

Da der FC im Sommer 1987 alles hat nur kein Geld, stellt er dem Verein ein Darlehen zur eigenen Verpflichtung zur Verfügung. Im Mai 1993 wechselt er zu JEF United Ichihara in die neu gegründete japanische J. League.

Dort hat er kein Heimweh und heiratet zum zweiten Mal. Seine erste Frau lässt im Februar 2005 die „Sammlung Littbarski“ im Internet versteigern, darunter die Goldene Kamera von „Litti“, diverse Fußballauszeichnungen und Pokale sowie Erinnerungsfotos, Sonnenbrillen und Bekleidungsstücke. Littbarski ist als Figur im Japanisch-Lehrbuch „Japanisch im Sauseschritt“ verewigt - natürlich unter seinem Spitznamen „Litti“.

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