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Schweigeminute in Brüssel: Wie der Tod eines Hoffnungsträgers das Land trifft

Banachs Tod erschüttert nicht nur Köln — beim Länderspiel Belgien gegen Deutschland gibt es eine Schweigeminute.

Maurice Banach – sein Tod erschüttert nicht nur Köln, er berührt ganz Fußball-Deutschland. Dass die Kölner nach diesem Schock nicht gegen Dynamo Dresden spielen können und absagen, ist in diesen tristen Herbsttagen 1991 selbstverständlich. Beim Länderspiel Belgien – Deutschland (0:1) wenige Tage später gibt es eine Schweigeminute für Banach.\n\nMit Maurice Banach hat der deutsche Fußball einen seiner Hoffnungsträger verloren.

Einen Spieler, der auf dem Sprung in die Nationalmannschaft ist, dem alle Türen offen zu stehen scheinen. Schon Jahre zuvor hat der damalige U21-Nationalcoach und spätere Bundestrainer Berti Vogts das Talent des Straßenfußballers aus Münster erkannt.\n\n„Ich habe sofort gespürt, der ist etwas Besonderes“, sagt Vogts 2006, zum 25. Todestag von Maurice Banach, dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, „er war ehrgeizig, aber auf dem Spielfeld nie verkrampft. Mit seiner positiven Art hat er viele angesteckt.“ Sein damaliger Mitspieler Falko Götz kann das nur bestätigen: „Er war bei allen sehr beliebt und wurde schnell zum Stimmungsmacher.“

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